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1967 - 1976

Posted in Resultate von admin am 11. März. 2006

Vereinsgeschichte 1967 - 1976

Der Verein wurde im Jahr 1967 20 Jahre alt. Grund genug an der Jubiläumsgeneralversammlung vom 18. Februar im Restaurant zur etzgerhalle in Dielsdorf den anwesenden Mitgliedern nach der offiziellen Generalversammlung einen kalten Teller, bezahlt durch die Vereinskasse, zu offerieren. Die damaligen finanziellen Mittel hätten es nicht erlaubt einen grösseren "Gump" zu tun. Auch die GV war jubiläumsverdächtig! Die Jahresrechnung für’s 1966 liegt nicht vor, da Revisor Walter Kunz, heutiger Gemeindepräsident von Dielsdorf, in die Ferien verreist ist, und die Rechnung im Kassenschrank eingeschlossen hat.
Die Schiesssaison wurde durch das von den Kleinkaliberschützen Dielsdorf durchgeführte Winterschiessen des Verbandes der Sportschützenvereine Zürich und Umgebung (VSpZU) eröffnet. In der Einladung an die teilnehmenden Sektionen ist zu lesen: "Wir hätten Sie gerne nach Dielsdorf eingeladen. Leider ist unsere Anlage viel zu klein. Erfreulicherweise haben uns die Aussersihler Schützenkameraden Ihren Stand zur Verfügung gestellt."
Am 15. Eidgenössischen Kleinkaliberschützenfest in Neuhausen am Rheinfall durfte Dielsdorf für den 42. Rang im Sektionswettkampf (3. Grössenklasse) Loorbeer mit Goldeinlage und grosse Wappenscheibe entgegen nehmen. Erwähnenswert ist aber auch das erstmalige Erreichen der Auszeichnung in der Schweizerischen Gruppenmeisterschafts-Konkurrenz. Den Abschluss der Saison bildete das gemeinsame Endschiessen, einschliesslich Vereinscup, mit der Kleinkalibersektion Bülach. Die Dielsdorfer Schützen reisten mit dem Autocar nach Bülach. Langgewehrstich, Feldstich, Cupschiessen (1. Runde Dielsdorf gegen Bülach) und Juxstich standen auf dem Programm. Hansruedi Werndli wird Cup-Sieger.
Selbstverständlich wurden auch die offiziellen Anlässe durch eine Delegation des Vorstandes besucht. So ist in diesem Jahr das 75-jährige Bestehen des Zürcher Kantonalen Sportschützenverbandes zu erwähnen. Die Festlichkeiten fanden am 6. Mai in Glattbrugg statt.

An der Generalversammlung im Februar 1968 wurde Ernst Roman nach 8-jähriger Präsidialzeit durch einen jungen, aufstrebenden Schützen abgelöst. Heinz Hoffmann übernahm die Leitung des Vereins und steuerte das Vereinsschiff bis ins Jahr 1978 sicher auf geradem Kurs. Seine unkomplizierte Art und sein Tatendrang sollten dem Verein neue Impulse verleihen. Für seine grosse Arbeit um den Verein wird er später zum Ehrenmitglied ernannt. Hansruedi Werndli, ein weiteres junges Mitglied und heutiges Ehrenmitglied wird in den Vorstand gewählt. Seine Vorstandstätigkeit als Schützenmeister, Kassier, Aktuar, Vize-Präsident und Interimspräsident endet 1986. Bekannt wurde er aber auch als Schützenstubenwirt! Bereits an dieser GV wurde durch den Präsidenten das Projekt einer Gemeinschaftsanlage im Raum Niederhasli erwähnt. "Es ist anzunehmen, dass unser Schiessstand im Zuge des Nationalstrassenbaus verschwinden muss!" Wir sind heute noch in der glücklichen Lage am selben Ort unseren Schiessstand benützen zu dürfen.
Anfang Jahr mussten wir vom unerwarteten Tod unseres Schützenkameraden Ernst Wintsch erfahren.
Mit der Einführung des Match-Schiessens durch Walter Kunz, Regensberg erhoffte man sich eine Steigerung der Resultate. Gleichzeitig konnte ein erweitertes Angebot für die nimmermüden Spitzenschützen ins Jahresprogramm aufgenommen werden. Ebenfalls in diesem Jahr versuchte man mit gezielter Nachwuchsförderung den Bestand an Mitgliedern für die Zukunft zu sichern. Mit diesem Start beginnt eine erfolgreiche Jugend- und Juniorenausbildung in Dielsdorf. Bis zum heutigen Tag, abgesehen von kleineren Einbrüchen, gehört Dielsdorf im Verband und im Kanton zu den aktivsten Ausbildnern. Die Auszeichnung als "Beste Sektion mit einem Jungschützenkurs im VSpZU" in den Jahren 1968, 1970, 1971, 1973, 1974 durfte als Ansporn für ein weiteres Engagement mit den jungen Schützen entgegengenommen werden. In die Vereinsmeisterschaft wird ein Kranzkartenstich intern mit 3 Passen à 10 Schuss aufgenommen und ist bis heute im Vereinsprogramm geblieben. Frei von allen Präsidialsorgen erkämpfte sich Ernst Romann den dritten Vereinsmeistertitel.
Im Luftgewehrschiessen konnte Dielsdorf positiv in Erscheinung treten. Das Luftgewehr -Volksschiessen brachte den grössten Beteiligungszuwachs in der ganzen Schweiz.
Auch in diesem Jahr gab die lärmige Schiessanlage zu reden, sodass sogar das Interesse am Schiessen gelitten hat.

Erstmals wurde das Protokoll der letztjährigen GV und die Jahresberichte des Präsidenten und des Schützenmeisters vor der Generalversammlung vom 15. Februar 1969 verschickt. "Das Verlesen von Protokollen und Berichten verlängert eine GV nur unnötig und es verbleibt wenig Zeit für die Diskussion der aktuellen Probleme". Die Neuerung wurde positiv aufgenommen. Auch heute noch werden sämtliche Berichte verschickt. Ein in der Zwischenzeit dick angewachsenes Dokument enthält alle wichtigen Ergebnisse, Berichte und Ereignisse des abgelaufenen Jahres.
An der GV wird Ernst Roman für seine 10-jährige Tätigkeit im Vorstand, davon 8 Jahre als Präsident, zum Ehrenmitglied ernannt.

Damit auch die Trainingseinheiten attraktiver gestaltet werden konnten wurde ein "Wappenscheibenstich" ins Leben gerufen. Für das Erreichen der Auszeichnung (eine Wappenscheibe mit den Gemeindewappen Dielsdorf, Steinmaur, Niederhasli, Niederglatt und Schöfflisdorf) mussten 80 Passen à 10 Schuss zu Fr. 1.- absolviert werden. Die Limiten für eine zählende Passe wurden festgelegt bei 90 Pkt. liegend/85 Pkt. kniend./75 Pkt. stehend. Emil Hoffmann erreichte als erster Schütze im ersten Jahr diese Auszeichnung und hätte fast sogar die 2. erreicht (70 Passen). Auch dieser Stich sollte sich über mehrere Jahre hindurch halten. Emil wurde auch gleich noch Vereinsmeister! Ebenfalls in diesem Jahr wurden die ersten internen Matchmeisterschaften durchgeführt.
An einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung (24. April 1969) wurden folgende Traktanden vorgebracht: 1. Orientierung über die Laufscheibenanlage; 2. Beschlussfassung über den Einbau einer neuen Anlage System Trüssel; 3. Genehmigung eines Darlehensvertrages mit der Politischen Gemeinde Dielsdorf von
Fr. 15′000.-. Es wurde beschlossen diese neue Anlage einzubauen. Die "Steinzeit-Schiessanlage" konnte in kurzer Zeit in Fronarbeit durch eine moderne Anlage ersetzt werden. Dank Unterstützung der uns gutgesinnten Gemeindebehörden wurde diese Anlage Tatsache.
Das Jahr 1970 geht als ruhiges Jahr in die Vereinsgeschichte ein. Der Präsident meint denn auch in seinem Jahresbericht: "Der Vorstand muss wieder aktiver werden um auch die Mussschützen wieder zu wecken". Gegen Ende des Jahres wird der Vorstand tatsächlich aktiv. In einem Brief an die Mitglieder steht geschrieben: "Ab 6. November treffen wir uns jeden Freitag-Abend in der Turnhalle Dielsdorf, wo wir Gelegenheit haben, zusammen mit den Mitgliedern des Turnvereins etwas gegen die Verrostung und den zunehmenden Bauch zu tun. Dieses Training empfielt sich besonders für die zukünftigen Teilnehmer am nächstjährigen Gruppenmeisterschaftsfinale!"
Der Vereinsausflug brachte uns ans Lindtverbandsschiessen nach Wollerau. Die Heimfahrt mit dem Dampfschiff von Rapperswil nach Zürich entschädigte die Schützen für eine sehr dezente Schiessleistung. Es sollte nicht die einzige sein. Der Schützenmeister unterstützt diese Tatsache in seinem Jahresbericht: "Ueber die Schiessresultate zu berichten wäre reine Zeitverschwendung…..".
Um die Jugendausbildung vorantreiben zu können werden 4 Kleinkalibergewehre angeschafft, um vereinseigene Gewehre den Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Aber auch für das LG-Schiessen sind 6 Luftgewehre bestellt. Den Betrag von Fr. 2700.- versucht der Verein von den Mitgliedern "einzutreiben".

Für das 22. Zürcher Kantonalschützenfest 1971 in Wülflingen haben sich die Mitglieder nicht richtig erwärmen können, denn der Präsident hält fest: "Wir erlauben uns, an einem kleinen, statistischen Beispiel auf die ungenügende Anmeldungsweise aufmerksam zu machen: 4 Mitglieder haben keine Anmeldung abgegeben, 15 Formulare waren falsch ausgefüllt und lediglich 11 Mitglieder haben die Anmeldung termingerecht und richtig eingesandt".
Verschiedene gute Plazierungen der Dielsdorfer bei auswärtigen Anlässen bestätigten den Aufwärtstrend im sportlichen Schiessen: - Siggenbergschiessen, Gruppenwettkampf 1. Rang Gruppe "Bär"; Kleinkaliberschützenfest Kestenholz, 8. Rang Mannschaft; Nordschweizerisches Kleinkaliberschützenfest in Neuhausen am Rheinfall, 9. Gruppenrang. In der Gruppenmeisterschafts-Konkurrenz wurde sogar, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte, der Schweizeriche Final erreicht. Dieses Resultat war natürlich die Krönung der Saison. In krassem Widerspruch zum oben Erwähnten stellt der Präsident in einem Brief an die Mitglieder fest: "Es scheint, dass einige unserer Mitglieder den Unterschied zwischen aktiv und passiv nicht kennen. An der vergangenen Uebung vom letzten Samstag haben ganze 2 (zwei) Mitglieder teilgenommen. Zum Glück waren es jene, die es am Nötigsten haben." Der Präsident Heinz Hoffmann schliesst die Saison als Vereinsmeister, wie im Vorjahr, und als Cupsieger ab.
Das Restaurant Metzgerhalle in Niederglatt kommt als Luftgewehr-Schiessanlage nicht mehr in Frage, da dort Militär einquartiert wird und somit ein geordneter Schiessbetrieb nicht mehr möglich ist. Als Zwischenlösung bietet sich das Schulhaus Mettmenhasli an.

Das 25-jährige Jubiläum wurde am 12. Februar 1972, anschliessend an die Generalversammlung, im Restaurant Zur Linde in Buchs gefeiert. Anschliessend an das Bankett, zu welchem auch unsere Frauen eingeladen wurden, spielte ein kleines Orchester zum Tanz. Die noch heute seine Dienste leistende Standarte wurde, finanziert aus Spenden der Mitglieder, auf dieses kleine Jubiläum hin angeschafft.
An der Generalversammlung wird Emil Hoffmann für seine geleisteten Dienste als Kassier, Aktuar, Jungschützenausbildner und nimmermüder Schütze, welcher sich ganz in den Dienst des Vereins stellte, zum Ehrenmitglied ernannt.
Aus dem Schiessbetrieb ist die Teilnahme am 16. Eidgenössischen Kleinkaliber-Schützenfest in Biel, ohne dass die Dielsdorfer geglänzt hätten, hervorzuheben. Die Vereinsmeisterschaft wird erstmals durch Manfred Käthner gewonnen. Es sollten noch 9 weitere Vereinstitel folgen.
Die Sektionen Hegnau, Kloten, Opfikon-Glattbrugg und Dielsdorf sind anlässlich einer Sitzung von Vorstandsdelegierten am 24. November 1972 übereingekommen, zur vermehrten Förderung des Matchschiessens und Pflege der Kameradschaft zwischen den Sektionen, ab 1973 jährlich einen Freundschaftsmatch durchzuführen. Austragungsdatum ist der Auffahrtstag. Opfikon-Glattbrugg ist der Initiant und zugleich erster Gastgeber. Matchprogramm für den Mannschaftswettkampf: 3 Dreistellungsschützen, 4 Zweistellungsschützen und 4 Schützen Olymp. Liegendmatch. Es war nicht selbstverständlich, dass jede Sektion in der Lage war, eine Mannschaft in dieser Form zu stellen. Die 4 Sektionen konnten dies nur dank einer gezielten Förderung des Nachwuchses. Dieser 4-Vereine Match sollte über Jahre einen festen Platz im Vereinsprogramm innehaben.

Sehr gute Schiessresultate sind 1973 zu vermelden: 3. Rang in der Mannschaftswertung hinter Luzern und Schwyz am 14. Solothurner Kantonalen Kleinkaliberschützenfest in Obergösgen; 3. Rang in der Mannschaftswertung am Jurassischen in Saignelegier. Der 4-Vereine Match, erstmals ausgetragen, wurde von Dielsdorf gewonnen, trotz den beiden für Hegnau startenden und bestens bekannten Matcheuren Heinz Bolliger und Paul Gantenbein.
Das Luftgewehrschiessen erleidet einen herben Rückschlag: die feuchte LG-Anlage in Mettmenhasli muss aufgegeben werden, so dass wir nach Kloten pilgern müssen, was der Beteiligung wirklich schadet.

Auf nationaler Ebene ist zu vermelden, dass an der Delegiertenversammlung des Eidgenössischen Kleinkaliber-Schützenverbandes der Alterszuschlag abgeschafft wird. Damit ist Gerechtigkeit für alle aktiven Schützen gewährleistet.

Das Jahr 1974 wird überschattet vom Tod unseres jungen Mitgliedes Hans Weber. Nur gerade 22-jährig ist er an den Folgen eines Autounfalls gestorben.
Vor einem Jahr hat die GV den Vorstand bevollmächtigt, sich mit der Frage eines Standbaus zu befassen. Inzwischen haben wir erfahren, dass unser Schiesstand einem neuen Friedhof weichen muss und wir deshalb in dieser Angelegenheit das weitere Vorgehen abwarten müssen.
Das Vereinsjahr, trotz guter Schiessresultate, muss zu den schwächeren gezählt werden. Vor allem im organisatorischen Bereich sind Fehler gemacht worden: Briefe des Präsidenten wurden nicht an alle Mitglieder versandt, der Cupfinal wurde nicht durchgeführt, die Mitgliederbeiträge wurden viel zu spät, nämlich erst im neuen Jahr eingezogen, das gewonnene Schinkli wurde nicht verspeist! Wegen mangelnder Unterstützung legt unser langjähriger, erfolgreicher Jungschützenleiter Franz Ziswiler, genannt FAZI, sein Amt nieder. All diese Vorkomnisse führten im Herbst zu einer allgemeinen Schiess- und Vereinsmüdigkeit und zu Unstimmigkeiten. Dem Vorstand ist dies allerdings nicht entgangen und so schreibt der Präsident an seine Mitglieder: "… es ist eine alte Binsenwahrheit, dass Erfolg (Schiessresultate) nicht vor andern Problemen schützt und solche gab es für unseren Verein viele…. Aber der Uebergang zum neuen Jahr ist auch dazu da, das Alte zu vergessen und sich Besserung vorzunehmen. Darum schlage ich vor, unter das Vergangene einen Strich zu ziehen und mit neuem Elan ins neue Jahr zu schreiten."
Am Oberländer Kleinkaliberschützenfest in Oey-Diemtigen wurde zum ersten Mal eine Mannschaftskonkurrenz gewonnen. Gleichzeitig etablierte sich eine Dielsdorfer-Gruppe im 4. Schlussrang. Auch am 6e Tir cantonal vaudois au Petit Calibre in Lausanne schaute ein guter 4. Rang "Mannschaft" und ein 6. Rang "Gruppe" heraus. Zu erwähnen ist natürlich auch die Qualifikation für den Schweizerischen Gruppenmeisterschafts-Final. Für die Schweizer Meisterschaften in Thun konnten sich drei Dielsdorfer qualifizieren: Olympia Match Traude Kobarg, Präsident Heinz Hoffmann und Franz Ziswiler jun./Dreistellung und Luftgewehr: Franz Ziswiler jun.
An den Weltmeisterschaften in Thun konnte eine neue Freundschaft mit dem deutschen Geisslingen geknüpft werden. Schon 1975 kamen die Geisslinger zu uns und 1976 waren wir bei unseren deutschen Freunden zu Gast.

An der GV 1975 wurde unter anderem auch über die neuen Statuten abgestimmt. Der alte Vereinsname "Kleinkaliber-Schiessverein Dielsdorf und Umgebung" sollte in den neuen Vereinsnamen "Sportschützen Dielsdorf und Umgebung" getauscht werden. Diese Namensänderung gab Anlass zu längeren Diskussionen. Vor allem die Länge gab zu reden und so wollten einige Mitglieder eine Abänderung ohne die "Umgebung". Dass
der alte Name nicht mehr in die heutige Zeit passte und das sportliche Schiessen ja schon einige Jahre in unserem Verein Einzug gehalten hatte, gab den Ausschlag für den noch heute gültigen Namen. Auch die "Umgebung" wurde im Namen beibehalten, stammten schon damals die meisten Mitglieder aus den Nachbargemeinden Dielsdorfs. Vitus Betschart wird für seine 16-jährige Vorstandstätigkeit zum Freimitglied ernannt. Der aus den eigenen Junioren stammende Arthur Müller, Regensberg trat als 2. Schützenmeister in den Vorstand ein und sollte diesem treu bleiben, zuletzt als Präsident, bis ins Jahr 1994.
Die fest eingeplanten Vereinsübungen waren in diesen Jahren immer mit einem geselligen Anlass verbunden, so z. B. 1975: - Schwimmen im Hallenbad in Regensdorf, - Apéro im Rest. Metzgerhalle, - Picknick im Wald, - Wanderung über die Lägern nach Baden.
Eine kleinere Anzahl Vereinskameraden konnten sich immer wieder für die auswärtigen grösseren Schützenfeste begeistern. So wurden 1975 das Zentralschweizerische in Ebikon, das Emmentaler KK-Schützenfest in Aeschau/Eggiwil und das Oberaargauische Schützenfest in Wangen an der Aare besucht. Das Matchschiessen etwickelte sich eher beschwerlich und an den Ausführungen des Matchchefes ist eine gewisse Resignation herauszulesen. Die Liegendmeisterschaft des Stadtverbandes konnte von unserem Manfred Käthner mit 583 Punkten gewonnen werden. Diesen Sieg konnte Manfred auch im nächsten Jahr wiederholen.
Der Höhepunkt dieser Saison war der Besuch der Geisslinger Schützenfreunde aus Deutschland. 29 Geisslinger waren am 7. und 8. Juni im Hotel Kreuz in Obersteinmaur einquartiert. Am Samstag stand natürlich ein Kleinkaliber-Wettkampf auf dem Programm. Gemeinsames Nachtessen und gemütliches Zusammensein beschlossen den Tag. Am Sonntag sollte ein 300m-Wettkampf stattfinden. Dieser Wettkampf wurde allerdings von den Behörden nicht bewilligt. So endete der Besuch mit einem gemeinsamen Picknick . Um 14.30 Uhr wurden die Gäste verabschiedet.
Der Jahresabschluss der Kleinkaliber-Saison bildete, wie jedes Jahr, das Endschiessen, welches wiederum wegen der in Dielsdorf nicht vorhandenen Schützenstube in Niederweningen ausgetragen wurde.

An der GV ‘76 wird Urs Hoffmann in den Vorstand gewählt. Seine 17-jährige Vorstandstätigkeit, (11 Jahre Matchchef, 6 Jahre Kassier), und seine grossen Verdienste um die Mannschaftsmeisterschaft des Verbandes sollten ihm später mit der Ehrenmitgliedschaft gedankt werden.
Der Einbau einer wirklich schönen Luftdruck Waffenanlage in Fronarbeit mit den Pistolenschützen erfolgte in der neu eröffneten Sportanlage Erlen in Dielsdorf. Im Oktober konnte dann diese Anlage eingeweiht werden. Die einmaligen Kosten, aber auch der jährliche finanzielle Aufwand, sollen durch Passivbeiträge finanziert werden. Somit wurde jedes Aktivmitglied angehalten 2 neue Passivmitglieder zu "bringen".
Um das Kniend-Schiessen nicht zu vernachlässigen und um das Matchschiessen zu fördern wird an der Vereinsübung vom 2. August eine Passe Kniend geschossen, deren Absolvierung zur Jahresmeisterschaft, jedoch ohne Punktanrechnung, zählt. Die Vereinsmeisterschaft wurde eindrücklich zum 5. Mal hintereinander von Manfred Käthner gewonnen.
Der Gegenbesuch in Geisslingen steht für den 5. + 6. Juni auf dem Programm. Treffpunkt 09.00 Uhr beim Zoll in Kreuzlingen. Munition darf nicht mitgeführt werden. Bewilligung für Gewehre liegt vor. Die Reise ins Schwabenland sollte das eindrücklichste Erlebnis in diesem Jahr werden. Die Gastfreundschaft, die wir in Geisslingen geniessen durften, ist einmalig. Einige Kameraden haben denn auch prompt in den Herbstferien ein paar Schiess-Ferientage in Geisslingen verbracht.
Das grosse Dorffest von Dielsdorf gab uns Gelegenheit wieder einmal in der Oeffentlichkeit zu erscheinen. Unter der Mithilfe der Pistolenschützen wurde ein Salamistand eingerichtet. Auf der sportlichen Seite sei das 5. Baselbieter Frühlingsschiessen in Oberdorf erwähnt. Diesen Anlass sollten wir nicht zum ersten- aber auch nicht zum letzten Mal besuchen. Das zu gewinnende Kirschwasser spornte die Akteure zu guten Leistungen an. Auch eine zerbrochene Kirschflasche, im Auto des Präsidenten, konnte die guten Stimmung nicht verderben.
Ende dieses Jahres waren die Unterländer-Sektionen fest entschlossen eine eigene Zürcher Unterländer Gruppenmeisterschaft einzuführen. Die sechs Sektionen Bülach, Glattfelden, Niederweningen, Regensdorf, Rafz und Dielsdorf hatten bereits ein Reglement ausgearbeitet und standen kurz vor der Unterschrift, wobei die Sache dann doch nicht zustande kam. Vorgeschichte: Die Unterländer Sektionen fühlten sich im Stadtverband nicht sehr wohl und hatten zu den Stadtsektionen kein besonders gutes Einvernehmen. Sie fühlten sich bevormundet durch diese.