![]() |
![]() |
|---|
1977 - 1986
Vereinsgeschichte 1977 - 1986
Höhepunkt der Schiess-Saison 1977 war ohne Zweifel das Eidgenössische Schützenfest in Zürich. Leider haben wir dort die gesteckten Ziele nicht erreicht. Immerhin darf sich der siebte Rang im Sektionswettkampf sehen lassen. Der Präsident hält fest, dass unsere Resultate seit 1975 eher stagnieren, stellt aber gleichzeitig die Frage, ob Resultate wirklich das Wichtigste sind. Kollegialität und Freundschaft kommen sicher an erster Stelle. Nach dem viermaligen Gewinn der Vereinsmeisterschaft musste Manfred Käthner die Meisterehre an Vitus Betschart abgeben. In der Gruppenmeisterschaft wurde durch die 2. Gruppe die Finalqualifikation geschafft. Am 3. Juli in Riedbach bei Bern haben die Nerven den wackeren Schützen zu schaffen gemacht. Nach der ersten Runde mit 453 Pkt. mussten die Gewehre wieder eingepackt werden. Die Leistung von über 900 Gruppen unter die letzten 24 zu kommen verdient dennoch ein Lob. Eine gefreute Sache war der Besuch unserer Geislinger-Freunde, die uns zwei wirklich schöne Tage bescherte. Mit bestem Dank wird vermerkt, dass Franz Ziswiler sen. für den Vereinscup und Ehrenmitglied Walter Häberling für die Vereinsmeisterschaft B den Wanderpreis stifteten. 1978 war sicher kein bewegtes Jahr. Höhepunkte waren der Besuch des Kantonalen in Uster, wo neben der Sektion und der Mannschaft auch einige Einzelschützen sehr erfolgreich waren. Rolf Müller, Urs Hoffmann, Reini Weidmann und Franz Ziswiler jun. haben im Sektionsstich die besten Resultate geschossen. Die Vereinsmeisterschaft wurde erstmals in 2 Kategorien ausgetragen. In der Kategorie A erkämpfte sich, nach dem spannenden Verlauf, der Präsident Heinz Hoffmann wieder einmal den ersten Platz. Am Schluss trennten ihn 3 Punkte vom zweitplazierten, seinem Bruder Urs. In der Kategorie B siegte Louis Schorno mit 10 Pkt. Vorsprung. In diesem Jahr wurde auch ein Schlussstrich unter den Namen EKSV gesetzt. Die neue Bezeichnung unseres Dachverbandes SSSV (Schweiz. Sportschützenverband) bringt neue Statuten und die Einführung der Lizenzkarte. Diese brachte für unsere Aktivmitglieder keine Aenderungen. Einzig dass ab 1979 diese persönliche Lizenzkarte vor jedem Schiessen vorgewiesen werden muss. Verwirrung stiftete sie nur, wenn man sie zu Hause vergass. An der GV 79 waren zwei Ehrungen angesagt. Paul Dill wurde für seine Verdienste im Vorstand die Freimitgliedschaft verliehen. Auch wurde ein Schlussstrich unter die langjährige Vorstandstätigkeit von Heinz Hoffmann gesetzt. Was 1954 als Zeigerbub begann endete jetzt als Präsident. Dieser Sport und die Tätigkeit in mehreren Vorständen und Funktionen, haben ihm sehr viel Gebracht. Einige Stationen aus seiner langen Schützenkarierer sind 1965-68 Schützenmeister Sportschützen Dielsdorf 1969-79 Präsident Sportschützen Dielsdorf 1966-70 Schützenmeister Verband Sportschützen Zürich und Umgebung 1973-79 Kassier Zürcher Kantonal Sportsschützenverband 1978-79 Präsident Zürcher Kantonal Sportschützenverband Ihm wurde mit der Ehrenmitgliedschaft unseres Vereins gedankt. Im Kantonalverband wurde im ebenfalls mit der Ehrenmitgliedschaft gedankt. Mit Heinz Hoffmann verlor der Verein einen Präsidenten, der es ausgezeichnet verstanden hatte, die verschiedenen Gruppen, wie die 300m und die Pistolen-Schützen, die "Vergifteten" und die "Normalen" unseres Vereines unter einen Hut zu bringen. Als Abschiedsgeschenk erhielt er eine Kuhglocke mit der er eine neue berufliche Aera in Amerika einläuten konnte. Als Nachfolger wählte die GV Erich Seeholzer zum Präsidenten. Im Jahre 1979 wurde im Eilzugstempo eine Schützenstube an das bestehende Schützenhaus angebaut. Warum diese Eile. Schon lange wurde der Wunsch an die Gemeinde herangetragen. Per Zufall wurde eine Baubarake auf der Autobahnbaustelle bei Wädenswil zu sehr günstigen Bedingungen abgeben. Die Gemeinde hat dann diese gute Gelegenheit genutzt und diese gekauft. In vielen gemeinsamen Arbeitsstunden wurde diese Baubarake abgebrochen, nach Diesldorf transportiert und hier wieder sorgfältig aufgebaut. Unter der Führung der drei Schützenstubenwirte, Manfred Bosshard, Teddi Schmid und Hansruedi Werndli wurde das Konzept des Innenausbaues geplant und dann auch in die Tat umgesetzt. Es wurde beschlossen, das jedes Mitglied der drei Vereine einen Stuhl zu berappen hatte. Hansruedi Werndli hat einige Sponsoren dazu gebracht, die Tische zu spenden. Die finanzielle Belastung für unseren Verein betrug lediglich Fr. 1368.05. Mit einem rauschenden Fest haben alle drei Vereine das gelungene Werk eingeweiht. Natürlich wurde 1979 auch geschossen. Die Vereinsmeisterschaft A ging an Urs Hoffmann und die Vereinsmeisterschaft B an Erich Seeholzer. Einige Alpträume hat dem Präsidenten der Besuch des Schützenfestes in Saas Fee beschert. Einige angefressenen Vereinsmitglieder haben vom Balkon unseres Hotels über das Dach des Schiesszeltes auf die Scheiben geschossen. 1980 nahm das Luftgewehrschiessen in unserem Verein einen langsamen aber stetigen Aufschwung. Im Vergleich zum Kleinkaliberschiessen wird regelmässiger und häufiger trainiert. Die gut besuchten Montag-Abende zeugen davon. Was 1979 nicht zustande kam, war 1980 gelungen. Die Geislinger Schützenkameraden besuchten uns am ersten Juni Wochenende. Beim abendlichen Zusammensein in der neuen Schützenstube ging es hoch zu und her. Die Vereinsmeisterschaft A wurde wieder einmal von unserem Rekordmeister Manfred Käthner mit 10 Pkt.Vorsprung überlegen gewonnen. Erich Kanobel gewann den Wanderpreis in der Kategorie B. Erwähnenswert ist die erfreuliche Leistung von Stefan Lingenhel. An der nationalen Ausscheidung mit 562 und 571 Punkten mit dem Standard-Gewehr konnte er sich für die Junioren Nationalmannschaft qualifizieren. 1981 verlief in Bezug auf die Schiesstätigkeit sehr ruhig. Hingegen wurde der Neubau des Schützenhauses in diesem Jahr in Angriff genommen. Jahrelang wurden Pläne geschmiedet, Standorte gesucht, geprüft und auch wieder verworfen. Nachdem die Gemeine den geplanten Friedhof auf dem Gelände definitiv abgeschrieben hatte war der Weg frei für einen Neubau am alten Standort. Die Gemeindeversammlung und die GV aller 3 Vereine waren uns gut gesinnt und bewilligten das Projekt von Georg Züblin (Trigon AG) mit einer Bausumme von von ca. Fr. 500′000.-. Am 19. Januar 1982 fand die erste Sitzung der Schützenhaus-Baukommission statt. Diese Kommission setzte sich wie folgt zusammen: Richard Bisig Gemeinderat Dielsdorf Georg Züblin Architekt Theodor Schmid Schützengesellschaft Heinrich Maag Pistolenschützen Hans Rudolf Werndli Sportschützen Walter Zurbuchen Protokoll Das Projekt des neuen Schützenhauses, bestehend aus einer 50 m-Anlage im Untergeschoss und einer 300 m-Anlage im Erdgeschoss, kam zügig voran. Folgender Zeitplan war vorgesehen: Ende August 82 Abbruch der alten Anlage September 82 Aushub und Erdarbeiten Oktober-Januar 83 Rohbau Februar-März 83 Innenausbau 15. April 83 Beginn des Schiessbetriebes Das Jahr 1982 wurde überschattet durch den plötzlichen Tod unseres Ehrenmitgliedes Emil Hoffmann. Die Nachricht von seinem Hinschied hat alle betroffen gemacht. Er hat dem Verein viel gegeben, als Jungschützenleiter, in verschiedenen Chargen im Vorstand, vor allem auch als Kassier. Am 5. Mai 82 hat der Präsident Erich Seeholzer den Vorstand mit einem Schreiben in Kenntnis gesetzt, dass er den Verein sofort verlassen werde. Persönliche Gründe haben ihn zu diesem Schritt veranlasst. Der Vizepräsident Hansruedi Werndli übernahm die Kommadobrücke bis an die nächste GV. In sportlicher Hinsicht zeigten die Dielsdorfer wieder einmal wo "de Bartli de Moscht holt". In der Gruppenmeisterschaft 82 hat die erste Gruppe, angeführt von unserem Junioren-Nationalmannschaftsmitglied Stephan Lingenhel den 5. Schlussrang erreicht. Die Jahresmeisterschaft A wurde von Urs Hoffmann und die Jahresmeisterschaft B von Hansruedi Werndli gewonnen. An der GV 1983 wurde Arthur Müller als neuer Präsident vorgeschlagen und mit grossem Applaus gewählt. Er konnte als wichtigstes Ereignis die Einweihung unserer neuen und sehr schönen Schiessanlage melden. Unter der Leitung von Hansruedi Werndli haben unsere Aktivmitglieder 230 Arbeitsstunden Frondienst geleistet. Erstmals seit längerer Zeit konnte die Kameradschaft der drei Vereine gemeinsam gepflegt werden. Einige Schützenkameraden werden diesen Abend wohl nicht so schnell vergessen. Der Vereinsausflug brachte uns ans Kantonale nach Zürich. Ausgezeichnete Resultat wurden erreicht. Besonder hervorzuheben ist der 1. Rang im Sektionswettkampf. Bravo. Es ist übrigens das erste Mal, dass Dielsdorf einen Sektionswettkampf gewonnen hat. Die zweite grosse sportliche Tat ist die Auszeichnung "Beste Sektion des VSPZu. In der Jahresmeisterschaft A ist wieder der Seriensieger Manfred Käthner zum Zuge gekommen. Die Kategorie B hingegen wurde von Walter Häberling jun. gewonnen. Als Höhepunkt des Jahrgangs 1984 darf sicher der Vereinsausflug ans Neuenburger Kantonale bezeichnet werden. In der Mannschaftswertung gelang uns der ausgezeichnete 1. Rang. Auf Verbandsebene sind die 1. Ränge im Verbandsschiessen VSPZu und im Kant. Sektionswettschiessen zu vermerken. Nach 1983 durften wir als "Beste Sektion im VSPZu" den Wanderpreis in Form einer "Treichle" in Empfang nehmen. Solche Ergebnisse sind nur zu erreichen wenn es im Verein stimmt. In diesem Jahr ist es Paul Dill und Heinz Hoffmann auch gelungen, endlich das Schiessen auf die B-Scheibe aus der Jahresmeisterschaft zu kippen. Die Jahresmeisterschaft wurden von Manfred Käthner (A) und Stephan Lingenhel (B) gewonnen. 1985 schlug keine grossen Wellen, weder im sportlichen noch im kameradschaftlichen Bereich. Manfred Käthner wird zum x-mal Vereinsmeister in der Kategrie A und Thomas Kunz in der Kategorie B. 1986 hat es in sportlicher Hinsicht eine Stagnation gegeben, wenn nicht sogar eine Rückschlag gebracht. Die Leistungen jedes Einzelnen blieben meistens einwenig hinter den Erwartungungen zurück. Ausnahmen bestätigen die Regel. Vergeblich suchen wir in den Ranglisten die Dielsdorf Sportschützen in den vorderen Rängen. Auf jedenfall hat der Präsident Arthur Müller seine ganze Enttäuschung im Jahresbericht niedergeschrieben. Der Saisonhöhepunkt war bestimmt der Vereinsausflug in Weinland Frankreich, genauer ins Burgund. Franz Ziswiler hat diesen Ausflug bestens organisiert. Etliche Kellereibesichtigungen inkl. Degustationen und die rauschende Nacht haben dann allerdings Spuren bei etlichen Schützenkameraden hinterlassen. Eine Fotografie unseres Präsidenten Arthur Müller in der Dielsdorfer Schützenstube, sagt alles. In der Vereinsmeisterschaft A hat es Rolf Müller geschafft, den Seriensieger Manfred Käthner abzulösen. Als B-Meisterin steigt Käthi Bösch in die Kategorie A auf. Unser Kassier Franz Ziswiler gibt seinen Rücktritt aus dem Vorstand bekannt, er verlässt unser Land Richtung Singapur. Er wird dort sein Heimweh bestimmt im Schweizerclub bekämpfen. Schützenmeister, Nachwuchschef, Aktuar, Vize-Präsident, Präsident ad interim, Schützenstubenwirt, Präsident der Kantonalen Gruppemmeisterschaftskommission, Kantonal Schützenmeister, Präsident des Stadtverbandes, das sind die wichtigsten Stationen die er durchlaufen hat. Mann muss sich eher fragen was er nicht gemacht hat? Gemeint ist Hansruedi Werndli. Jahresberichte, Schützenstubenbau, Baukommission Neubau des Schiessanlage und Unterhalt der Anlage sind weitere Tätigkeitsfelder gewesen. Ernsthafte gesundheitliche Probleme zwangen Hansruedi zur Aufgabe der meisten Aufgaben. Für seine grossen Verdienste im Verrein und den Verbänden, wo er immer mit Stolz auch die Sportschützen Dielsdorf vertrat, wurde er mit grossem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt.


